Donnerstag, 24. September 2009

Update from Nyae Nyae / Neuigkeiten aus Nyae Nyae

Saries Children
I met Saries children in ≠o'tcaqkxai, where they are staying with their grandmother and next to some other family members of late Sarie. All of them seemed to be fine; the boys are obviously part of the group of other children and played around with them.
I am very glad that Hui-a khoe is able to supply food to the grandmother and the children with the generous support of some people from Germany, as she wouldn't be able to feed them all by her own.

Ich habe ja in der letzten Woche schon angekündigt, mehr über die aktuelle Situation in Nyae Nyae zu berichten:

Saries Kinder
In ≠o'tcaqkxai, einem Dorf im nördlichen Teil von Nyae Nyae, habe ich Saries Kinder besucht. Sie leben dort schon seit einiger Zeit bei ihrer Großmutter und im selben Dorf wie einige andere nahe Verwandte der verstorbenen Sarie. Es scheint, als ob die Kinder zur Normalität zurück gefunden haben und es ihnen wirklich gut geht; die Jungs sind Teil einer großen Gruppe anderer Kinder, mit denen sie zusammen spielen.
Ich bin wirklich froh und dankbar, daß Hui-a khoe kurz nach Saries Tod Paten für die Kinder finden konnte und durch deren großzügige Unterstützung die Kinder und die Großmutter mit Nahrungsmitteln und anderen Dingen des täglichen Bedarf unterstützen kann, da diese auf sich alleine gestellt sonst nicht alle Kinder hätte aufnehmen können.
In ≠o'tcaqkxai gibt es auch eine Village School, in die die Kinder zu Beginn des neuen Schuljahrs (Januar 2010) eingeschult werden sollen.
Ein großes Dankeschön allen Paten für Eure Unterstützung!!!


Food supply
Supplying food to the people living in remote areas is not always easy, as the food weights a lot and has to be carried over big distances. The Ju/'hoansi San living in villages don't have access to cars; a few of them own bicycles but one can imagine that it isn't fun to ride a bicycle over distances of 20 km and more through deep sand in an area with lots of elephants!!!
The maximum distance people are travelling to reach the container in Baraka is 20 km (one way!), which means villages further away don't have access to the container and to a regular food supply.
Therefore we decided already some time ago to buy a second container and place it in Tsumkwe, to give all the San living in the villages close by the opportunity to exchange their crafts for food, too.
Last week I was able to buy the container in Windhoek and am now busy negotiating with different transport companies to find the best / cheapest solution to get it to Tsumkwe. Again a big thank you to everybody who bought jewelry and / or donated some money to make the purchase of the container possible!!!

The trustees of Hui-a khoe decided to go on with the support of the two very remote villages ≠o'tcaqkxai (in the north) and K!auru (south of Nyae Nyae pan) and we had to find a solution for a regular food supply, too. This was much more difficult, due to the remoteness of the areas and the fact, that nobody is driving there on a regular base. After a lot of discussions with the people in ≠o'tcaqkxai we will try the following system: A small hut will be erected by the San living in the village and a they will also choose a suitable "shopkeeper". Hui-a khoe will supply the village on a monthly base with food -that will be kept in the hut- and given out by the shopkeeper in exchange for crafts.
The same system should be implemented in K!auru and hopefully it will work out!
The first load of food will be given out during October and I will keep you updated about the proceeds.

Nahrungsmittelverteilung
Eine der größten Schwierigkeiten stellt die Verteilung von Lebensmittel an die Ju'/hoansi San dar: Viele leben in sehr abgelegenen Dörfern und haben keinen Zugang zu Autos; einige wenige besitzen Fahrräder, aber man kann sich gut vorstellen, daß es nicht gerade Spaß macht, 20 km und mehr durch tiefen Sand in einem Gebiet zu fahren, in dem es vor Elefanten nur so wimmelt!!!
Die Buschleute, die ihre Sachen in Baraka bei uns gegen Nahrung eintauschen, leben alle in einem Umkreis von 20 km um das Dorf herum; alle anderen haben aufgrund des Transportproblems keinen Zugang zum Container und damit auch keinen Zugang zu einer regelmäßigen Versorgung mit Nahrungsmitteln.
Daher haben wir bereits im letzten Jahr beschlossen, einen zweite Container zu kaufen und diesen in Tsumkwe aufzustellen, damit die Ju'/hoansi aus der Nähe von Tsumkwe ebenfalls ihren Schmuck gegen Lebensmittel eintauschen können.
In der letzten Woche konnte ich dann einen Container in Windhoek kaufen und verhandle nun mit verschiedenen Speditionen, um den besten / günstigsten Weg für den Transport nach Tsumkwe zu finden. Auch hier vielen Dank all denen, die es uns durch den Kauf von Schmuck und / oder durch Spenden ermöglicht haben, genug Geld für den Container zusammen zu sammeln!!!

Die Leitung von Hui-a khoe Namibia hat beschlossen, die beiden total abgelegenen Dörfer ≠o'tcaqkxai (im Norden) und K!auru (südlich der Nyae Nyae Pfanne) weiterhin zu unterstützen und so mußte auch hier eine Lösung für eine regelmäßige Nahrungsmittelversorgung gefunden werden. Im Vergleich zum Container für Tsumkwe war dies jedoch weit problematischer, da beide Dörfer so abgelegen sind und niemand diese regelmäßig besucht. Nach langen Diskussionen mit den Einwohnern von ≠o'tcaqkxai haben wir beschlossen, folgendes System auszuprobieren: Die Bewohner des Dorfes sollen eine kleine Hütte aufstellen und eine geeignete Person aus ihrem Kreis auswählen, die für den Tauschen von Schmuck gegen Lebensmittel verantwortlich sein soll. Hui-a khoe wird dem Dorf einmal im Monat Lebensmittel liefern, diese sollen in der Hütte aufbewahrt werden und von dort aus eben “vertauscht” werden.
In K!auru soll die gleiche Lösung angewandt werden und ich hoffe sehr, daß alles so funktionieren wird, wie wir uns das denken! Die ersten Nahrungsmittel sollen im Oktober an die Dörfer geliefert werden und ich werde über die Ergebnisse dieses Projektes berichten.

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