Sonntag, 20. November 2011

Hui-a khoe in Soest, Schwerte/Ruhr und Möhnesee-Körbeke


Wir freuen uns darauf Sie in der Vorweihnachtszeit an einem unserer Stände zu sehen!

Wir sind am 21., 22. und 23. November auf dem Soester Weihnachtsmarkt.

Am 26. und 27. November können Sie uns auf dem Weihnachtsmarkt „Bürger für Bürger“ in Schwerte/Ruhr finden. Unser Stand ist dort im Vorraum der Musikschule.

In der Klinik in Möhnesee-Körbecke sind wir am 22.11. und 13.12.11, jeweils von 15.30 – 18.00 Uhr.

Donnerstag, 27. Oktober 2011

Mitgliederversammlung 2011


Rückblick, Wahlen und Ausschau bestimmten die alljährliche Mitgliederversammlung im Haus Kükelhaus in Soest. Vorsitzende Brigitte Luimes bedankte sich zu Beginn für den unermüdlichen Einsatz, den Schmuck im Dienst der guten Sache zu verkaufen. Ob auf ungezählten Märkten in der Region, aber auch bundesweit in Museen oder per Internet, jede Gelegenheit wird ergriffen, um die Kasse zu füllen. Auch über die Landesgrenze hinaus, so in Wien und Oslo, wird sich um Kundschaft bemüht. „Aufwand und Ergebnis müssen stimmen, dann werden wir aktiv“, hofft Brigitte Luimes auf weitere Verkaufsgelegenheiten.
Zufriedene Kundinnen und Kunden sind dem Verein wichtig, der deshalb auch ein besonderes Augenmerk auf gute Qualität des Schmucks aus Namibia legen. Er wird in aufwändiger Handarbeit gefertigt und jedes Stück ist ein Unikat. Zwei volle Tage braucht eine Frau im Buschmannsland, um aus einem Kilogramm Straußeneierscherben etwa 350 Gramm Perlen herzustellen, die dann zu Ketten und Armbändern verarbeitet werden.

Wie sich Einnahmen und Ausgaben verteilen, erläuterte Steuerberaterin Ute Paul fachmännisch und eindrucksvoll. Großer Vertrauensbeweis anschließend bei den anstehenden Wahlen für das Vorstandsteam: Einstimmige Wiederwahl gab es für Brigitte Luimes als Vorsitzende, ihre Stellvertreterin Heike Schlösser, Geschäftsführer Dr. Friedrich Acquistapace, Kassiererin Linda Kipp, Schriftführer Hans-Peter Luimes sowie Beisitzerin Heike Lentering. Neu in der Runde ist Angelika Steinbrink als Beisitzerin in der Nachfolge von Hubertus Ahaus.

Nächste Möglichkeiten, sich über das Projekt zu informieren und den Schmuck aus Straußeneierschalen zu erwerben, bieten sich in der vorweihnachtlichen Zeit zu folgenden Terminen: 5./6. November Martinsmarkt in Eversberg, 13. November Kreativmarkt in Bad Sassendorf, 14./15. November und 1./2. Dezember bei der Lufthansa in Hamburg, , 21. – 23. November Weihnachtsmarkt Soest, 26./27. November Weihnachtsmarkt Schwerte, 13. Dezember Klinik Möhnesee.

Weitere Infomationen im Internet unter www.bushman-crafts.org
Spendenkonto Hui-a khoe, Konto 85951, Sparkasse Soest, BLZ: 414 500 75.

Sonntag, 8. Mai 2011

Neuigkeiten von Hui-a khoe + Bördetag 14. und 15. Mai in Soest


Namibia erlebt in diesem Jahr eine Regenzeit besonderen Ausmaßes. Große Teile des Landes stehen förmlich unter Wasser. Bei einer durchschnittlichen Regenmenge von 350 mm pro Jahr misst man an vielen Orten weit mehr als 1000 mm Niederschlag pro qm. Was die Farmer in dem dürren Land als Segen empfinden, erleben die Buschleute als Nomaden und als die letzten Jäger und Sammler im südlichen Afrika als Katastrophe. Durch ihr unter Wasser stehendes Land bleibt ihnen der Zugang zu ihren natürlichen Lebensgrundlagen, den Feldfrüchten weitestgehen verwehrt.

Die Buschleute sind deshalb mehr denn je auf fremde Hilfe angewiesen um überleben zu können.

Anlässlich des Bördetages am 14. und 15. Mai kann der Schmuck auf dem Vreithof, vor dem Geschäft „Inspirationen am Vreithof“ erworben werden. Am Samstag finden Sie uns dort von 10 bis 17 Uhr und am Sonntag von 13 bis 17 Uhr. Für weitere Informationen zum Projekt, aber auch zu allgemeinen Fragen zu Namibia stehen Mitglieder des Vereins an beiden Tagen zur Verfügung.

Donnerstag, 31. März 2011

Hui-a khoe in Delbrück und Bad Sassendorf

Hui-a khoe wird am kommenden Wochenende auf zwei Märkten zu finden sein.

Am Samstag den 2. und Sonntag den 3. April sind wir jeweils von 11 bis 17 Uhr auf dem Frühlingsmarkt im gastlichen Dorf in Delbrück.

Am Sonntag den 3. April sind wir ausserdem auch auf dem Kreativmarkt im Tagungs- und Kongresszentrum Bad Sassendorf. Dort finden Sie uns von 11 bis 18 Uhr.

Falls Sie nicht zu einem der Märkte kommen können, besteht weiterhin die Möglichkeit unseren Schmuck über unsere Webseite zu bestellen.

Ein paar Erinnerungen an den Soester Weihnachtsmarkt:



Wir freuen uns darauf Sie bei frühlingshaftem Wetter wieder zu sehen!

Samstag, 25. Dezember 2010

Dienstag, 30. November 2010

Soester Weihnachtsmarkt

Seit dem 22. November und bis zum 21. Dezember ist der Weihnachtsmarkt in Soest geöffnet. Sie können Hui-a khoe von Mittwoch, 15. bis einschliesslich Freitag, 17. Dezember im Aktionshaus auf dem Weihnachtsmarkt finden!


Wir freuen uns darauf, Sie auf dem schönen Soester Weihnachtsmarkt zu sehen und wünschen Ihnen allen eine ruhige und besinnliche Adventszeit!

Dienstag, 9. November 2010

Namibia-Ausstellung in Soest vom 06. Nov - 11. Dez

Alte Liebe zu einem jungen Land

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Ausstellung im Bürgerzentrum zeigt Aspekte besonderer Beziehungen zu Namibia

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SOEST . So fern der Südwesten Afrikas auch liegt, die Beziehungen zwischen Deutschland und den Deutschen und den Menschen in jenem Teil der Welt, speziell im heutigen Namibia, sind besonders intensiv: Was nicht nur den landschaftlichen und kulturellen Reizen Namibias, sondern wohl immer noch der kolonialen Vergangenheit geschuldet ist.

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In Soest haben sich Menschen wie Brigitte Luimes und ihr Mann Hans-Peter mit anderen, die ihr Herz an das ehemalige Deutsch Südwestafrika verloren haben, im Verein „Hui-a khoe Deutschland “ zusammengeschlossen, zu deutsch „gegenseitige Hilfe“.

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Dieser Verein präsentiert von Montag bis zum 11. Dezember gemeinsam mit der VHS in der Kneipe des Bürgerzentrums „Alter Schlachthof“ die Ausstellung „Namibia und Deutschland“, die von der Deutsch-Namibischen Gesellschaft zusammengestellt und zuvor bereits in anderen Städten gezeigt worden ist.

Von montags bis samstags haben Besucher jeweils ab 19 Uhr Gelegenheit, „aktuelle Aspekte einer besonderen Beziehung“ kennenzulernen.

Anhand einer Reihe von Schautafeln werden die Geschichte, die Landschaften, das Klima, Flora und Fauna, die Bevölkerung, die Wirtschaft und die gegenwärtige politische Lage vorgestellt.

Die Kolonialgeschichte (1884 bis 1915) und die heutigen Beziehungen Deutschlands zu Namibia bilden einen zweiten Schwerpunkt.

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Gezeigt werden auch Produkte von Buschmännern und -frauen Namibias. Diese Schmuckstücke finanzieren die Projekte des Soester Vereins in Namibia. Das Buschmann-Volk ist selbst eine missachtete Minderheit im Land Namibia.

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Quelle: Soester Anzeiger

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Wegbeschreibung zum Bürgerzentrum "Alter Schlachthof" in Soest

Donnerstag, 6. Mai 2010

Nobel Peace Center

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To all the people of Norway: The Nobel Peace Center is going to show the exhibition "Strengths and Convictions: Experience South Africas dramatic struggle for democracy" from 8 May. The shop at the Peace Center offers in connection with this exhibition a larger variety of African products.
Hui-a khoe is one of the lucky projects whos products will be sold from 8 May - I am so excitied!!!
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Am 8. Mai wird im Nobelfriedenscenter in Oslo, Norwegen, die Ausstellung "Strengths and Convictions" über den Kampf von Nelson Mandela, Desmond Tutu u.a. gegen das Apartheidsregiem und für Demokratie in Südafrika gezeigt.
Anlässlich dieser Ausstellung hat der Shop des Nobelfriedenscenters sein Angebot an afrikanischen Produkten ausgeweitet und Hui-a khoe gehört zu den glücklichen Projekten, deren Produkte ab dem 8. Mai dort verkauft werden!!!
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Freu mich total darüber und ein ganz großes Dankeschön an Maike, meine Schwester, die unseren Schmuck in Norwegen vertreibt und die sich so für Hui-a khoe eingesetzt hat! Super!

Donnerstag, 22. April 2010

Hui-a khoe Diavortrag am 28. April in Bad Sassendorf

22.04.----------------------------------------------------------------------------------------------------------Der Vorstand von Hui-a khoe Deutschland veranstaltet am Mittwoch, den 28. April um 19:00 Uhr im Mehrgenerationenhaus in Bad Sassendorf (bei Soest) einen Diavortrag. Das Thema des Vortrags ist “Eine Reise zu den Buschleuten ins östliche Namibia”.

Sie finden das Mehrgenerationenhaus in der Wasserstraße 9 in 59505 Bad Sassendorf. Eine Karte sowie eine Anfahrtsbeschreibung gibt es hier .

Dienstag, 13. April 2010

Visitors from Germany / Besuch aus Deutschland

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During March some board members as well as members of the German Hui-a khoe Foundation came to Namibia. While in Nyae Nyae they visited different villages and discussed ideas and plans for their future support. Thanks for visitig us!!!

Im März waren einige Mitglieder des Vorstand als auch ein paar Mitglieder von Hui-a khoe Deutschland zu Besuch in Namibia. Während Ihrer Reise nach Nyae Nyae besuchten sie verschiedene Dörfer und besprachen mit uns, wie das Projekt weiter gehen soll und wie wir gemeinsam die Buschleute weiterhin unterstützen können. Neben einer Ausbreitung unserer “Hilfe zur Selbsthilfe” soll als nächstes die Verbesserung der medizinischen Versorgung in Nyae Nyae angepackt werden. Vielen Dank für Euren Besuch – es war schön, Euch hier zu haben!!!

Mittwoch, 10. März 2010

Sad news / Traurige Nachrichten

10.03. N!aici

At the end of February little N!aici, the son of Jannie (one of the Hui-a khoe board members) passed away. He was the first child of Jannie and his second wife /oan (Jannies first wife died from TB early 2007). N!aici was 1 1/2 years old and died from diarrhoea, one of the main reasons for childhood death in Nyae Nyae, Bushmanland.

Ende Februar ist der keine N!aici, der Sohn von Jannie (Jannie ist im Vorstand von Hui-a khoe) gestorben. Er war das erste Kind von Jannie und seiner zweiten Frau /oan (Jannies erste Frau starb Anfang 2007 an Tuberkulose). N!aici wurde nur 1 1/2 Jahre alt und starb an Durchfall, immer noch eine der Haupttodesursachen bei kleinen Kindern in Nyae Nyae im Buschmannland.

Mittwoch, 27. Januar 2010

Toy / Spielzeug

Growing-ups in Bushmanland have to make their own toys from what's available. This boy made an exact replica of the government truck using wire, tins and cardboard. - Amazing!

Die San-Kinder müssen sich ihr Spielzeug selber bauen und nehmen dazu das, was sie in ihrer Umgebung finden. Dieser Junge hat einen ganz genauen Nachbau des LKWs der Regierung aus Draht, Dosen und Karton gebaut.

Montag, 21. Dezember 2009

Weihnachtsbrief 2009

Liebe Freunde und Förderer von Hui-a khoe,


Weihnachten steht vor der Tür und es ist an der Zeit, innezuhalten und zurück zu blicken auf das nun fast vergangene Jahr:


Für uns in Namibia als auch für Hui-a khoe Deutschland war es ein Jahr, in dem wir sehr viel erreicht haben:
Unser Hauptaugenmerk ist die Hilfe zu Selbsthilfe, d.h. wir versuchen möglichst vielen Ju/’hoansi Buschleuten in Nyae Nyae die Möglichkeit zu geben, sich ihren Lebensunterhalt selbst zu verdienen.


Momentan geschieht das fast ausschließlich durch die Herstellung von Schmuck aus Straußeneiern, den wir den Buschleuten abnehmen und dann weiterverkaufen.
Wir waren 2009 in der Lage, den Umfang des Schmuckverkaufes so weit auszubauen, daß etwa 100 Frauen sich und ihre Familien durch die Schmuckherstellung ernähren können. Das ist ein schöner Erfolg, über den wir uns sehr freuen!!!


Wir haben in Nyae Nyae zwei junge Männer, Ka’qece und ≠oma, die fest bei Hui-a khoe angestellt sind und bei denen die Frauen ihren Schmuck gegen Lebensmittel eintauschen können. Die beiden sind in Baraka, einem Dorf im Osten Nyae Nyaes; dort haben wir einen Container, in dem die Lebensmittel gelagert werden und zu dem die Buschleute aus einem Umkreis von etwa 20 km zum Tauschen kommen.

Durch Spenden war es uns möglich, einen zweiten Container zu kaufen, der in Tsumkwe aufgestellt werden soll, damit zukünftig auch dort Lebensmittel erhältlich sind.


Regelmäßige Spenden haben es uns ermöglicht, die Versorgung von Saries Kindern sicherzustellen. Sarie war eine der ersten Frauen, die über Hui-a khoe Schmuck verkauft hat und ist im Dezember 2008 gestorben, nachdem sie von ihrem betrunkenen Mann verprügelt wurde. Bedingt durch das Desinteresse der Polizei in Tsumkwe ist ihr Mann nie verurteilt worden und läuft frei herum.

Nach einigem Hin und Her leben Saries Kinder nun bei ihrer Großmutter in ≠o'tcaqkxai, einem Dorf im Norden von Nyae Nyae. ≠o'tcaqkxai ist eines der größeren Dörfer in Nyae Nyae, hat eine eigene Village School und eine ziemlich intakte Dorfgemeinschaft – vermutlich aufgrund der abgelegenen Lage.
Die Kinder haben sich dort sehr gut eingelebt und ich bin froh, daß sie so weit entfernt von Tsumkwe (40 km) und ihrem Vater ohne den Einfluß von Shebeens (meist nicht legale Bars, in denen Alkohol verkauft wird) im Kreise von Saries Familie (neben der Großmutter leben noch einige Tanten und Großtanten in ≠o'tcaqkxai) ein neues Zuhause gefunden haben.


Weitere regelmäßige Spenden verwenden wir zur Unterstützung der Village School in Baraka. In den Village Schools werden Kinder bis einschließlich zum dritten Schuljahr in ihrer Muttersprache in den Dörfern unterrichtet.

Leider ist die Versorgungslage was Unterrichtsmaterial und Lebensmittel angeht, meist katastrophal und häufig reicht es gerade für eine Portion Maismehl am Tag. (Viele Kinder müssen im Nachbardorf zur Schule gehen und schlafen dort auch, daher werden die Kinder mittags in der Schule bekocht.) Durch die Spendengelder ist es uns möglich, den Speiseplan der Schule in Baraka zu verbessern und vor allem eine Versorgung der Kinder mit proteinreichen Nahrungsmitteln zu ermöglichen.


Obwohl wir in relativ kurzer Zeit soviel positive Veränderung geschafft haben, sind die Probleme in Nyae Nyae nach wie vor überwältigend:

Nach wie vor lebt der größte Teil der Ju/’hoansi in unbeschreiblicher materieller Armut; Arbeitsplätze gibt es so gut wie keine.

In Tsumkwe –dem einzigen kleinen Ort in Nyae Nyae, der auch Sitz der Regionalverwaltung ist- leben mehr Kavango, Ovambo und Herero als Buschleute. Das führt dazu, daß kaum Buschmannkinder dort zur Schule gehen (sie werden zu sehr „untergebuttert“ und laufen dann weg) und es letztendlich kaum Kinder gibt, die mehr als drei Jahre zur Schule gegangen sind.Tsumkwe ist voller Shebeens, wo eine große Anzahl Buschleute die Rente ihrer älteren Verwandten (in Namibia bekommt jeder über 60jährige vom Staat eine kleine Rente ausbezahlt) versäuft; zu den schlimmsten Folgen gehören Hunger, häusliche Gewalt und der völlige Verlust ihrer Würde.

So verdienen sich die anderen Volksstämme an den Ju/’hoansi eine „goldene Nase“; außerdem findet man immer wieder vor allem Männer, die von den Kavangos und Ovambos für etwas billigen Fusel als Arbeitskräfte „gehalten“ werden.

Diese traurige Situation ist aber von außen nicht zu ändern; so lange die Buschleute die anderen Stämme durch ihre Anfälligkeit für Alkohol finanzieren, lassen die es sich in Tsumkwe gut gehen und werden den Ort auch nicht verlassen.


Die durchschnittliche Lebenserwartung ist die niedrigste in ganz Namibia und liegt bei 35 Jahren; vor allem die Sterblichkeitsrate bei Kindern unter fünf Jahren ist wahnsinnig hoch. Gründe hierfür sind vor allem Durchfallerkrankungen, Mangelernährung, Infektionen und Tuberkulose.

Dank eines großzügigen Spenders stehen uns im nächsten Jahr € 10 000,- für den Ankauf von Medikamenten und deren Verteilung zur Verfügung und wir hoffen sehr, damit etwas helfen zu können!


Sowohl der Vorstand von Hui-a khoe Deutschland als auch wir hier in Namibia sind bemüht, den Verkauf von Schmuck auszuweiten, damit noch mehr Frauen die Möglichkeit erhalten, sich und ihre Familien zu versorgen und sich so eine Lebensgrundlage zu schaffen.

Da einige „unserer“ Dörfer sehr abgelegen sind, wollen wir kleine Blechhütten in den Dörfern aufstellen, um dort Lebensmittel lagern und vor Ort verteilen zu können. Hierfür wollen wir die bisher eingegangenen und zukünftige Spenden verwenden.


Im Namen der Ju/hoansi Buschleute aus Nyae Nyae danke ich nun allen unter Euch / Ihnen, die uns durch ihre Hilfe und Mitarbeit, durch den Kauf oder Verkauf von Schmuck oder durch Spenden unterstützt haben ganz herzlich! Ohne Eure / Ihre Hilfe und Unterstützung wäre unsere Arbeit nicht möglich und wir sind dafür sehr dankbar!


Mit vielen Grüßen,


Ina Cramer

Hui-a khoe Foundation



Hier ein kleiner Überblick über das, was in Namibia bei und rund um Hui-a khoe 2009 alles passiert ist:


Das Jahr fing in Nyae Nyae mit viel Regen an: Sowohl im Januar als auch im Februar und März fielen große Mengen Regen und meine Besuche in den Dörfern wurden immer zu mehr oder weniger großen Schlammschlachten. Die Wege waren oft kaum noch befahrbar und mehr als einmal war ich froh, nicht irgendwo Mitten im Busch stecken geblieben zu sein.


Die gute Regenzeit ließ in ganz Nyae Nyae das Gras wachsen und so war genug Nahrung für das Wild und die wenigen Haustiere wie Schafe und Rinder vorhanden. Bedingt durch die vielen Pfannen, in denen während und nach einer guten Regenzeit viel Oberflächenwasser steht und die damit ideale Brutplätze für Moskitos sind, bricht manchmal Malaria aus. Zum Glück passierte dies in diesem Jahr aber nicht und die Ju/’hoansi Buschleute blieben von Malaria verschont.


Während des ersten Quartals war Anne Schulze Lammers aus Deutschland als Praktikantin bei Hui-a khoe und hat sich vor allem um unser Marketing gekümmert: Sie hat einen neuen, äußerlich sehr ansprechenden Produktkatalog erstellt, das Design für unsere neue Webseite gestaltet und es geschafft, unseren Schmuck in die Zeitschrift „Brigitte“ zu bringen!


Die Aufmerksamkeit und die Vielzahl an Bestellungen, die wir durch die Brigitte erhielten, waren schier unglaublich und haben uns förmlich umgehauen. Die Frauen kamen mit der Schmuckproduktion kaum noch nach – mit so einem großen Erfolg hatten wir nicht gerechnet!

Auf der anderen Seite haben uns die vielen Bestellungen aber auch unsere Grenzen und die Schwachstellen in unserem System gezeigt: Es ist letztendlich wahnsinnig schwierig bzw. eigentlich unmöglich, die Frauen nach bestimmten, sehr genauen Vorgaben arbeiten zu lassen; in wenigstens 50 % der Fälle weicht das Ergebnis von der Bestellung ab.

Nachdem die letzten Bestellungen vor Weihnachten abgehandelt sind, wird der Vorstand von Hui-a khoe Deutschland die ruhigere Zeit nach den Feiertagen nun zu einer Bestandsaufnahme nutzen und ein Programm zur Lagerverwaltung implementieren. So werden wir dann ab Januar nur noch Schmuck auf der Internetseite anbieten, der in Deutschland vorrätig und somit direkt lieferbar ist.


Im Mai kam für die Buschleute in Nyae Nyae der große Schreck in Form einiger Hererofamilien, die von Süden kommend den Veterinärzaun zwischen dem Hereroland und Nyae Nyae zerschnitten hatten und mit über 1000 Rindern, -zig Ziegen und einigen Pferden und Eseln ins Buschmannland eingedrungen sind.

Viele der Männer waren bewaffnet und behaupteten, Nyae Nyae sei ihr Land, da sie hier während der deutschen Kolonialzeit einige Vorfahren begraben hätten.

Ein Eilantrag der Nyae Nyae Development Foundation beim Obergericht half zum Glück schnell und die Rindebesitzer wurden nach etwa zwei Wochen festgenommen.

Die Rinderbesitzer wurden auf Kaution frei gelassen, ihre Rinder allerdings vom Staat konfisziert und ein Gerichtsverfahren eingeleitet.

Dieser Fall von illegalem Eindringen der Herero ins Buschmannland bedeutete für beide Seiten aber weit mehr als nur ungesetzliche Landnahme; die Herero haben damit einmal mehr deutlich gemacht, wie wenig sie die San -die in ihrer Sprache weder zur Gruppe der Menschen noch Tiere gehören, sondern eine Sache sind- achten. Mehrer Buschmänner erzählten mir, daß die Herero, die durch ihre Dörfer zogen (sie kamen nicht etwa still und leise, sondern mit der größten Selbstverständlichkeit), sie beschimpften und ihnen drohten.

Statt auf ihr Recht zu pochen und sich zu wehren, haben die Buschleute sich –wie schon so häufig- zurück gezogen. Ich habe sie gefragt, warum sie nicht einfach ein paar Rinder mit Giftpfeilen erschießen würden, aber dazu hatten sie zu sehr Angst vor den Herero und meinten zudem, diese würden sie verzaubern.


Während der zweiten Jahreshälfte haben wir vor allem in einigen Dörfern Kurse angeboten, in denen den Frauen die Details der Schmuckherstellung besonders bezüglich der Qualität gezeigt wurden.



Und ein Blick auf die Arbeit von Hui-a khoe in Deutschland:


In Deutschland wurde die Arbeit an unserem Projekt insbesondere durch 2 Bereiche geprägt:

Zum einen ging es darum, den schönen Schmuck der Buschleute zu vermarkten. Dabei nahm der Internetverkauf des Schmucks bedingt durch die große Resonanz aufgrund des kleinen Artikels in der „Brigitte“ den größten Stellenanteil in unserer Projektarbeit ein. Wir waren auf den enormen Ansturm von Bestellungen aus ganz Deutschland und auch aus dem angrenzenden europäischen Ausland nicht eingerichtet und so mussten manche Bestellerinnen lange Wartezeiten in Kauf nehmen, bis sie ihre wunderschönen Schmuckstücke endlich in die Hand nehmen konnten.

Deshalb von dieser Stelle ein ganz herzliches Dankeschön für Ihre große Geduld mit uns. Wir hoffen, dass die Freude an dem Schmuck der Buschleute bei Ihnen auch zukünftig zu einer Unterstützung unseres Projekts beiträgt.

Neben dem Internetverkauf fand Hui-a khoe Deutschland auf verschiedenen Märkten im Großraum Soest viele Freunde mit großem Interesse für das Selbsthilfeprojekt und den Schmuck der Buschleute. Besonders sollen hier der Bauernmarkt auf Haus Düsse in Bad Sassendorf-Ostinghausen sowie der Weihnachtsmarkt im mittelalterlichen Stadtkern von Soest erwähnt werden. Desweiteren dürfen wir regelmäßig alle 5 Wochen in der Rehaklinik in Möhnesee-Körbecke zu Gast sein und unseren Schmuck anbieten.

All unsere Aktivitäten führten dazu, dass Hui-a khoe Deutschland in 2009 einen fünfstelligen Eurobetrag an die namibische Stiftung überweisen konnte.


Der weitere Schwerpunkt unserer Arbeit in Deutschland bestand darin, Vereinsmitglieder, Ehrenamtliche, Freunde und Förderer für Hui-a khoe zu gewinnen und das Projekt bekannt zu machen. Mit einem sehr aktiven Vorstand sehen wir uns dabei auf einem guten Weg und unsere Aktivitäten auf den verschiedensten Märkten wären ohne die vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer nicht möglich gewesen. So möchten wir auch von dieser Stelle aus unseren Vereinsmitgliedern, Ehrenamtlichen, Förderern, Freunden und Gönnern, Schülerinnen und Schülern mit ihren Lehrern sehr für Ihre vielfältige Hilfe und Unterstützung ganz herzlich danken! Bleiben Sie uns und unserem Projekt auch in 2010 treu!


Hui-a khoe – Gegenseitige Hilfe e.V.

Brigitte Luimes, 1. Vorsitzende

Püttstr. 8a, 59494 Soest-Hiddingsen

Tel. 0175 75 20 355

Freitag, 18. Dezember 2009

Jette

Hier ist unser neues Familienmitglied: Jette. Geboren am 26. November ist sie der Hauptgrund dafür, daß ich momentan nicht blogge - ich bin einfach zu müde. Nachts stehe ich alle drei Stunden auf und tagsüber laufe ich wie ein Schlafwandler herum; ich habe aber das Gefühl, daß es langsam besser wird und ich mich an den Schlafentzug gewöhne. ;-)

Und hier sind die drei anderen Gründe für meine seltenen Blogeinträge: Lennart, Florenz und Justina. Lenni und Flo haben gerade Sommerferien und da die beiden ins Internat gehen, verbringe ich nun in den Ferien möglichst viel Zeit mit ihnen.

Mittwoch, 18. November 2009

Baskets from Hendrina / Körbe von Hendrina

On Monday I picked up the baskets Hendrina sent. They are lovely and the quality is very good!!! I am thinking about selling them as packaging for our jewelry, as some customers asked already if we don't offer boxes or anything like that.
I think these little baskets are much nicer than any conventional box?!

Am Montag habe ich die Körbe von Hendrina in Windhoek abgeholt. Sie sind toll geworden und die Qualität ist wirklich gut!!! Wahrscheinlich werden wir sie für einen kleinen Extrapreis als Schmuckverpackung anbieten, da einige Kunden ihren Schmuck gerne verpackt geliefert bekommen würden und ich finde, diese Körbchen passen viel besser zu unseren Ketten und Armbändern als ein konventioneller Karton.
Beside the baskets I also got some more earrings, also made from palm tree leaves. They will be sent to Germany with the next shipment.

Außer den Körbchen habe ich auch neue Ohrringe bekommen, die mit der nächsten Lieferung nach Deutschland geschickt werden.